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Karneval in Barmen vor den Sandhasen

Schon vor und nach dem 2. Weltkrieg fanden sich Menschen, die in Barmen für die Barmener Bürger Karnevalsveranstaltungen organisierten. Die Schützenbruderschaft Sankt Martinus war immer maßgeblich daran beteiligt.

So veranstalteten die Schützen am Karnevalssamstag einen Kostümball. Ansonsten fand der Karneval in den Kneipen statt.

In derselben Zeit gab es eine Lehrerin namens Käthe Klinkenberg, die in Zusammenarbeit mit Arnold Granderath viele Jahre in der Aula von Haus Overbach den Schulkarneval organisierte. Diese Schulsitzungen wurden durch Mitwirkung von vielen Schülerinnen und Schülern gestaltet. Wie auf einer Sitzung großer Karnevalsgesellschaften gab es einen Präsidenten, einen Elferrat, ein Prinzenpaar, Büttenredner und Gesangsgruppen.

Die nächste Entwicklungsstufe im Barmener Karneval

Anfang 1974 machte sich der Ur-Kölner Alfons Müller (Senior) auf und lud alle Vorsitzende der Vereine von Barmen in den Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses ein, um die „Vereinigten Vereine Barmen“ ins Leben zu rufen. Alfons Müller (Senior) übernahm dann auch die Leitung.

Durch große Unterstützung der Karnevalsgesellschaft Brökeler Kappeheuer aus Brachelen wurde dem Sitzungskarneval in Barmen auf die Beine geholfen. Jahrelang fuhren dann einige Barmener Vereine mit Ihren Wagen nach Brachelen um dort am Karnevalsumzug teilzunehmen.

In der Session 1990-1991 wurde darüber diskutiert ob man nicht einen Verein gründen sollte, da es rechtlich nicht möglich ist, sich als Privatperson für Dritte zu versichern. Und so kam, was eigentlich schon längst überfällig war.

Gruendungsurkunde

In den folgenden Monaten setzten sich folgende Personen viele Stunden zusammen, um einen Karnevalsverein zu gründen:

Alfons Müller (Senior), Norbert Schommer, Cornelius Schmitz, Hartmut Capellmann, Karl-Heinz Hommelsheim, Helmut Pelzer und Kurt Hilgers.

Es wurde eine Satzung erarbeitet, die von Cornelius Schmitz auf den Weg durch die Instanzen zum Gericht und Finanzamt gebracht wurde, mit dem Ziel ein eingetragener Verein zu werden und die Gemeinnützigkeit zu erlangen. Der Karnevalsverein sollte fortan den Namen Bärmer Sandhase tragen.

Alfons Müller (Senior) lag es am Herzen, dass der Karnevalsverein Bärmer Sandhase ein eigenes Vereinslied erhielt. Er ging mit diesem Anliegen im April 1998 zum Musiker Franz Matzerath und dieser schrieb für die KG den Sandhasenmarsch, der immer wieder gerne bei den Veranstaltungen gesungen wird.

Warum Sandhase?

Wenn jemand in Barmen ein Haus bauen, oder eine Renovierung vornehmen wollte, so war Kies und Sand direkt vor der Haustür zu haben. Den Kies für Beton holte man sich auf dem Driesch in der Kiesgrube und am westlichen Ende von Barmen gab es einen unerschöpflichen Sandberg für die Maurerarbeiten.

Da Barmen von viel Feld, Wald und Wiese umgeben ist, gibt es natürlich auch viel Wild, unter anderem auch Hasen. Deshalb bezeichnen die Leute aus den umliegenden Ortschaften die Barmener als Sandhasen. Daher lag es nahe, den neuen Karnevalsverein „Bärmer Sandhase“ zu nennen. Das Vereinslogo ist ein Hase mit dem Wappen von Barmen.

Am 10. Oktober 1991 fand im Clubraum der Schützenhalle die Versammlung zur Gründung des Karnevalsvereins Bärmer Sandhase statt. Viele Interessierte nahmen an dieser Versammlung teil. Von den Anwesenden wurde der erste Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte: 1. Vorsitzender: Norbert Schommer, 2. Vorsitzender: Kurt Hilgers, Geschäftsführer: Cornelius Schmitz, Schatzmeister: Karl-Heinz Hommelsheim und Sitzungspräsident: Helmut Pelzer. In kürzester Zeit zählte der Verein über einhundert Mitglieder. Heute ist der Verein auf 270 Mitglieder gewachsen.

Auf einer gesonderten Liste ist zu ersehen, wie sich der Vorstand in den folgenden Jahren personell veränderte.

Von Oktober 1991 bis März 2009 hatte die KG ihre Versammlung immer auf der Kegelbahn der Gaststätte „zum alten Brauhaus“ abgehalten. Als die Gaststätte geschlossen wurde hing der Verein erst einmal in der Luft. Zunächst traf man sich im Pfarrzentrum oder privat. Helmut Pelzer setzte sich dann beim Liegenschaftsamt der Stadt Jülich dafür ein, das ehemalige Lehrerzimmer in der alten Schule in Barmen als Vereinsraum und für Versammlungen nutzen zu dürfen. Diesem Antrag stimmte die Stadt Jülich zu. Der Vereinsraum wurde „Sandhasenstübchen“ genannt.

Im Jahre 2010 haben sich Alenka Neulen, Mia Reuter, Hildegard Hecker, Gerda Kick, Eva Stein-Schommer und Heidi Stein ein Herz gefasst und für die KG eine Standarte erstellt.

Sitzungspräsident

Unvergessen sind die Karnevalsfreunde, die in all den Jahren durch das Sitzungsprogramm führten:

  • 1974-1976 Lambert Hellenbrand
  • 1977 Josef Wild
  • 1978-1980 Adolf Treintz
  • 1981-1985 Klaus Fritsch

Im November 1985 übernahm Helmut Pelzer dieses ehrenvolle Amt, welches er zur Session 2014/2015 an Burkhard (Pepe) Schmitz weiter gab.

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